Künstliche und natürliche Markierungen des Karstwassers am Beispiel des Dachsteinmassivs

Files

Link to Full Text

Download Full Text

Publication Date

11-5-2018

Publication Title

Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaft

Volume Number

71

Abstract

Zur Erkundung unterirdischer Wasserwege werden Markierungsversuche eingesetzt, deren Entwicklung in Österreich eng mit dem Speläologischen Institut – später Bundesanstalt für den Wasserhaushalt von Karstgebieten – verbunden ist. Da solche Versuche einen wichtigen Hinweis auf den sonst nicht beobachtbaren Teil des Wasserkreislaufs geben, waren sie auch immer von wesentlichem Interesse für die Hydrographie Österreichs. Die Ergebnisse der großen Versuche des Speläologischen Instituts können heute auf einer Fachkarte der WebGIS-Applikation des Hydrographischen Dienst eHYD (ehyd.gv.at) abgerufen werden. Im Dachsteinmassiv wurden über die Jahre mehrere Markierungsversuche mit unterschiedlichen Methoden durchgeführt, deren Ergebnisse hier zusammenfassend dargestellt und kritisch beleuchtet werden. Im Dachsteingebiet befinden sich heute vier der insgesamt etwa 100 Quellmessstellen des Hydrographischen Diensts. An deren Daten kann eindrucksvoll gezeigt werden, wie Quellbeobachtungen die Ergebnisse von Markierungsversuchen ergänzen und andererseits Markierungsversuche Phänomene an Quellen erklären können. For the exploration of underground waterways, tracer experiments are used. Their development in Austria is closely connected with the Speleological Institute—later “Bundesanstalt für den Wasserhaushalt von Karstgebieten”. Since such experiments provide an important indication of the otherwise unobservable part of the water cycle, they have always been of considerable interest for Austrian Hydrography. The results of the large experiments of the Speleological Institute can be called up today on a special map at the WebGIS application of the Hydrographic Service eHYD (ehyd.gv.at). In the Dachstein massif several tracer experiments with different methods have been carried out over the years. Their results are summarised and critically examined here. In the Dachstein area there are today four of the approximately 100 spring measuring stations of the Hydrographic Service. Their data impressively demonstrate how spring observations can supplement the results of tracer experiments and, on the other hand, how tracer experiments can explain phenomena at springs.

Keywords

Hydrology, Karst, Groundwater flow, Tracers, Hydrogeology

Document Type

Article

Digital Object Identifier (DOI)

https://doi.org/10.1007/s00506-018-0536-y

Language

German; English

Share

 
COinS